Back to Home

Neues Phänomen: Quiet Constraint.

Was ist „Quiet Constraint“ und warum stellt es eine verborgene Gefahr für Unternehmen dar?

Eine Umfrage von Kahoot, einer amerikanischen Plattform für digitales Lernen, spürte unlängst ein neues Phänomen auf: „Quiet Constraint“. Dabei geht es um die Zurückhaltung von Wissensressourcen im Unternehmenskontext.

Die Befragung von rund 1500 Amerikaner:innen kam zu dem Ergebnis, dass jede:r zweite Arbeitnehmer:in (58%) bewusst Informationen oder Wissen zurückhält bzw. nicht aktiv weiter kommuniziert, obwohl diese(s) für Kolleg:innen arbeitsrelevant und nützlich sein könnte.

Eine Gefahr für das Unternehmen? Definitiv! Gleichzeitig kann Quiet Constraint aber auch eine Chance im Kampf um Wettbewerbsvorteile darstellen.

 

Generation Z weniger transparent als Babyboomer

Vergleicht man die Ergebnisse der Erhebung nach Generationen, so sticht eines besonders ins Auge: Vor allem Befragte der „Gen Z“ hielten Informationen und Wissen zurück. Mit 77 Prozent nutzten drei Viertel der Proband:innen bewusst Quiet Constraint im Arbeitsumfeld, was in Hinblick auf die Forderungen der jungen Generationen nach mehr Transparenz doch verwundert. Bei den Babyboomern lag der Wert mit 50 Prozent deutlich darunter.

 

Wo liegen die Ursachen? Und was kann als Unternehmen dagegen getan werden?

Als Hauptgründe für Quiet Constraint nannten die Teilnehmer:innen der Studie, nie aktiv gefragt worden zu sein oder keinen geeigneten Kanal für den Informationsaustausch gesehen zu haben.

Für Führungskräfte und Verantwortliche würde dies also im Umkehrschluss bedeuten, dass mehr Möglichkeiten für einen internen Wissenstransfer geschaffen werden müssen. Als Maßnahme für die Praxis kann einerseits aktives Nachfragen gesehen werden, um so für mehr Transparenz zu sorgen. Zum Anderen sollten (imaginäre) Räume geschaffen werden, die den Austausch langfristig fördern. Speziell die Gen Z kann mit „Reverse Mentoring“, der Wissensweitergabe an ältere Kolleg:innen, motiviert werden, ihr Know-How zu teilen.

Engagement als Faktor für Quiet Constraint?

 

Die Ergebnisse der Kahoot Umfrage machen außerdem deutlich, dass sich die Befragten der Generation Z am Arbeitsplatz weniger engagieren als andere. 29 Prozent gaben beispielsweise an, sich bei virtuellen Meetings auszuklinken, weil sie sich von Kolleg:innen völlig abgekoppelt fühlen. Dies kann Quiet Constraint zusätzlich befeuern.

Wie können wir diesem Disengagement entgegenwirken?

TOP 3 Maßnahmen für mehr Engagement

Hier die drei häufigsten Antworten der Proband:innen auf die Frage, was sie zu mehr Engagement motivieren würde:

 

Unser Fazit? 

Neue Strategien und Systematiken zum internen Wissenstransfer zu erarbeiten und diese in den Arbeitsalltag zu integrieren, kann Quiet Constraint signifikant eindämmen. Wir empfehlen, Maßnahmen spielerisch aufzubereiten (Stichwort: Gamification), da es zu mehr Offenheit im Team führen kann und so ungeahnte Potentiale freisetzt. Wer dem Phänomen in der Mitarbeiter:innenführung keine Aufmerksamkeit schenkt, riskiert leider, dass relevantes Wissen langfristig verloren geht.

Im stetigen Wissensaustausch sehen wir auch klare Vorteile für Arbeitnehmer:innen. Reziprozität stellt das Grundprinzip menschlichen Handelns dar und kann die eigene Karriere fördern, sowie Chancen zur Weiterentwicklung darstellen.

 

Weitere Fragen zu Quiet Constraint oder anderen arbeitsrelevanten Themen? Vereinbare gerne ein individuelles Beratungsgespräch über meinen Kalender

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner